Halbjahres Resumee

Ein weiteres Halbjahr ist vergangen und die Klinikaktion der Schmetterlingskinder hat sich in diesem ersten Halbjahr des Jahres 2010 erneut weiterhin und sehr schnell weiterentwickelt und vergrößert.

In den letzten Wochen wurde die Aktion auf dem Bundes-Hebammenkongress und in diversen Bildungsstätten vorgestellt. Dementsprechend erreichte uns in den letzten Wochen eine erfreulich hohe Anzahl an direkten Bestellungen seitens zahlreicher Kliniken im ganzen Bundesgebiet.

Bis Mitte des Monats werden mehr als 130 Kliniken mit Klinikboxen versorgt worden sein.

Derweil erreichen uns immer mehr Rückmeldungen seitens betroffener Eltern, die sich sehr für die Hilfe in der ohnehin so schweren Situation bedanken. Sie durften einen würdevollen Abschied erleben, der ihnen für den Rest des Lebens in liebevoller Erinnerung bleiben wird und darf.

Auch die Kliniken zeigen sich immer begeisterter von dem durchdachten Konzept der Klinikbox. Gerade die Hebammen empfinden die Möglichkeit, den Abschied durch die in der Box enthaltenen Materialien so würdevoll und intensiv gestalten zu können, als sehr hilfreich und entlastend auch für sie selbst. Die Hilflosigkeit werde ihnen dadurch genommen – sie haben das Gefühl, endlich aktiv etwas für die Eltern tun zu können, um ihnen ihren Schmerz zumindest ein wenig zu erleichtern.

All das ist nur durch die zahlreiche und liebevolle Hilfe all unserer fleißigen Handarbeiterinnen, Bastlerinnen und Vor-Ort-Helferinnen möglich!

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal für diese Hilfe bedanken!

Auch all jenen, die uns mit Sach- und Geldspenden geholfen haben, gilt unser Dank, denn ohne diese finanzielle Hilfe ist die Aktion auch in Zukunft nicht am Leben zu erhalten!

In den letzten Monaten ist es einige Male zu Unruhen innerhalb unserer Helferinnen-Reihen gekommen, vor allem bedingt durch die neuen Richtlinien für die Sternenkinderkleidung. Wir sind sehr froh darüber, dass sich diese Unruhen gelegt haben und der Großteil unserer Helferinnen nachvollziehen konnte und kann, dass diese Richtlinien nur gemacht wurden, weil die Kliniken und betroffenen Eltern uns nach etwas weniger als einem Jahr ausreichend Feedback zu geben vermocht haben.

Wir haben von einigen Seiten den Vorwurf verlauten gehört, dass wir und somit auch die betroffenen Eltern froh sein sollten, überhaupt etwas zu bekommen.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass dieser Gedankensatz im klaren Widerspruch zu den eigentlichen Beweggründen der Klinikaktion steht, denn: „irgendwas“ gab es schon immer – und wenn es nur der Sarg des Kindes war, eine Papierwindel oder ein altes Handtuch. Würden wir uns damit zufrieden geben, den Eltern „irgendetwas“ zu geben, wäre die Aktion in ihren Grundsätzen sinnlos geworden.

Umso froher sind wir, dass fast alle unsere Helferinnen die gemachten Angaben und deren Notwendigkeit verstanden haben und sehr gut umzusetzen wissen. Wir möchten hierfür erneut ein riesengroßes Dankeschön an jede helfende Hand aussprechen! Die Eltern und die Krankenhäuser sind Euch wirklich unendlich dankbar für all Eure Arbeit – und wir natürlich sowieso!

Einige Handarbeiterinnen bedauern, dass die Klinikaktion inzwischen so gewachsen ist, dass das persönliche Miteinander nicht mehr so intensiv gegeben ist wie zu den Anfängen der Aktion. Auch wir bedauern dies – auf der einen Seite. Auf der anderen Seite sind wir sehr froh, dass so viele Kliniken uns ihre Türen öffnen und wir mit jeder Box erneut etliche Babies bekleidet und etliche Eltern gut betreut wissen.

Da dies immer das Hauptziel der Aktion war, haben wir uns schweren Herzens dazu entscheiden müssen, diesem Ziel auch den Vorzug zu geben.

Der andere Weg wäre jener, Boxenbestellungen abzulehnen, um mehr Zeit für den Austausch mit unseren Helferinnen zu haben, u.a. auch wieder Fotos von eingegangenen Sendungen machen zu können oder aber jedes Paket umgehend persönlich rückzumelden.

Doch dieser Weg widerspräche nach unserem Empfinden erneut dem eigentlichen Grundgedanken der Klinikaktion.

Wir sind auch hier sehr dankbar, dass fast alle unsere Helferinnen dies gut verstehen und nachvollziehen und das Ziel, möglichst viele Kliniken mit ihren liebevoll gefertigten Werken versorgt zu wissen, an oberste Stelle setzen!

Vielen Dank für dieses Feedback und diesen Beistand!

Wir wünschen Euch einen wunderschönen Sommer, viel Spaß und Sonne und danken Euch für Eure Hilfe in den letzten und nächsten Monaten!!

2 Responses to “Halbjahres Resumee”

  1. Rita sagt:

    Hallo,
    habe mir mal alles durchgelesen und da vermisse ich die „Woll-lust“, denn ich weiß, daß sich ganz viele daran beteiligt haben.
    Das wäre doch sicher auch erwähnenswert, zumal sich Birgit doch die Mühe gemacht hat und hat dies Muster dafür zur Verfügung gestellt.
    Finde ich ganz toll von ihr.

    Gruß
    Rita

  2. admin sagt:

    Mit Frau Feyer haben wir telefoniert und uns für die vielen Decken bedankt.
    Wir erwähnen inzwischen nicht mehr öffentlich, von wem was kommt, darum ist auch die Woll-Lust hier nicht erwähnt, sehr wohl aber auf unserer Sponsorenseite auf der Website.

    Darüber hinaus ist das zu diesem Kommentar gehörende Posting ein Halbjahres Resumee, was die internen Zahlen der Klinikaktion betrifft 🙂

    Vielen Dank für all die Hilfe, die uns zugekommen ist und zukommt!